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Wie kann der Arzt eine Osteoporose feststellen? In der Diagnostik von Osteoporose gibt es mehrere Methoden auf die wir hier etwas näher eingehen wollen. Dies sind im einzelnen:


Anamnese

In der Anamnese stellt der Arzt dem Patienten gezielte Fragen, die Aufschluss zur Erkrankung geben können.

Verschiedene Untersuchungsmethoden können Aufschluss darüber geben, ob Sie an Osteoporose erkrankt sind. Generell handelt es sich bei Osteoporose um einen Prozess mit Krankheitspotenzial. Erst wenn konkrete Beschwerden vorhanden sind, kann auch von einer Krankheit gesprochen werden. An erster Stelle steht das persönliche Gespräch mit dem Arzt. Folgende Fragen könnten Ihnen in einem solchen Gespräch vom Arzt gestellt werden:

 

Körperliche Untersuchung

Bei der körperlichen Untersuchung wird Ihre Körpergröße gemessen und Ihr Gewicht bestimmt. Anhand der Armspannweite kann der Arzt erkennen, ob Sie kleiner geworden sind. Normalerweise entspricht die Armspannweite eines Menschen seiner Körperlänge. Durch eine Osteoporose kann es jedoch zu Wirbelkörpereinbrüchen kommen. Die Armspannweite hingegen bleibt gleich.

Auch Ihren Rücken wird sich der Arzt genau anschauen, um festzustellen, ob Sie einen für Osteoporose typischen Rundrücken haben.

Wirbelsäule
Entwicklung eines gesunden Rückens hin zur einem osteoporosebedingten Rundrücken

Hautfalten am Rücken, das sogenannte Tannenbaumphänomen, stellen ebenfalls einen Hinweis auf eine Verformung der Wirbelsäule dar. Schmerzen beim Klopfen auf die Wirbelsäule können auch auf eine Osteoporose hinweisen. Andere Ursachen wie normale Rückenschmerzen sind allerdings viel häufiger.

Tests auf Stand- und Gangsicherheit können zeigen, ob Ihr Sturzrisiko erhöht ist.


Bildgebende Verfahren

Knochendichtemessung
Knochendichtemessung

Knochendichtemessung

Die Messung der Knochendichte kann einen Hinweis auf die Festigkeit der Knochen geben. Allerding lässt sich damit allein eine Osteoporose nicht beweisen. Gemessen wird die Knochendichte mit der DXA-Methode. Das ist ein eher strahlungsarmes Röntgenverfahren. Sie ist die einzige Methode, mit der eine Osteoporose im frühen Zustand, d. h. bevor es zu Knochenbrüchen gekommen ist. festgestellt werden kann. Aktuell gilt die Knochendichtemessung als das sicherste Verfahren, eine Osteoporose festzustellen. Die Messung dauert 5 bis 10 Minuten und wird am unteren Rücken sowie im Hüftbereich durchgeführt.

Die Kosten für eine Knochendichtemessung betragen in Bremen, je nach Einrichtung, ca. 40 €. Die Krankenkasse kommt unter folgenden Voraussetzungen für die Kosten der Knochendichtemessung auf:

Weiterhin besteht die Möglichkeit eines Kostenerstattungsverfahrens. In diesem Fall haben Voruntersuchungen ergeben, dass Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit an Osteoporose leiden.

Wann ist eine Knochendichtemessung empfehlenswert?

Stellen Sie sich 100 genau gleiche Personen wie Sie selbst vor: Wenn mindestens 20 dieser Personen einen Osteoporose-Bruch bekämen, ist eine Knochendichtemessung sinnvoll. Sie ist bis heute die beste Methode, um eine Osteoporose im frühen Stadium festzustellen. Sollte eines oder mehrere der folgenden Merkmale auf Sie zutreffen, ist eine Knochendichtemessung empfehlenswert:

 

Röntgenuntersuchungen

Eine normale Röntgenuntersuchung der Wirbelsäule ist meistens nicht sinnvoll. Bei Rückenschmerzen lässt sich aber erkennen, ob Wirbel durch einen Knochenbruch zusammengesackt sind. Daher wird eine Röntgenuntersuchung dann empfohlen, wenn ein Mensch deutlich kleiner geworden ist.


Laboruntersuchung

Laboruntersuchung
Laboruntersuchung

Blutuntersuchungen werden durchgeführt, wenn eine Osteoporose bei Ihnen festgestellt wurde. Man möchte dann nachschauen, ob eine andere Erkrankung zu einer Osteoporose geführt hat.

 

 

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