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24.03.2014

 

Das Medikament Strontium-Ranelat steht in der Kritik

Am 10. Januar 2014 veröffentlichte die Redaktion des arznei-telegramms interessante Neuigkeiten zum Medikament Strontium-Ranelat Protelos: Risiken und Nutzen bezüglich der Einnahme von Protelos stünden in keinem angemessenen Verhältnis zueinander. Bereits in der Vergangenheit wurde vor den Nebenwirkungen dieses Medikaments gewarnt. Strontiumranelat erhöht nachweislich das Risiko für Herzerkrankungen und Thrombosen. Zudem kann es Schädigungen der Haut verursachen sowie Bewusstseinsstörungen und Krampfanfälle hervorrufen. Der Nutzen hinsichtlich einer Behandlung von Osteoporose sei hingegen lediglich als mäßig einzustufen. So legt es der Ausschuss für die Risikobewertung von Medikamenten, angegliedert bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA, dar. Diese Aussage stützt sich auf eine Neubewertung der zur Verfügung stehenden Studienergebnisse. Demnach empfiehlt sich die Behandlung mit Strontiumranelat nur noch bei postmenopausaler Osteoporose oder Männern mit hohem Knochenbruchrisiko. Bei bereits bestehenden Gefäßerkrankungen sollte dieses Medikament nicht verschrieben werden. Gleichermaßen ist die Behandlung abzubrechen, wenn eine derartige Erkrankung diagnostiziert wird.

 

Quellen:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=50283

http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/news_and_events/news/2014/02/news_detail_002031.jsp&mid=WC0b01ac058004d5c1

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